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HWK Potsdam/Weitermann

Die nächste Generation in den Startlöchern

Die Bäckerei Fischer blickt auf 100 Jahre Tradition

Einen Handwerksbetrieb in vierter Generation weiterzuführen ist heute zweifellos etwas Besonderes. In der hart umkämpften Lebensmittelbranche, in der Brot und Kuchen immer mehr vom industriellen Fließband kommen, noch einmal mehr. Die Bäckerei Fischer in Götz hat dies geschafft. Heino Fischer, Bäckermeister und Konditor aus Leidenschaft, Betriebswirt des Handwerks, Innungsobermeister der Bäcker- und Konditoreninnung Brandenburg a.d.H./Belzig blickt auf 100 Jahre seines Handwerksbetriebs. Zu den Gratulanten zählten deshalb neben dem Bürgermeister der Gemeinde und der Kreishandwerkerschaft auch der Präsident der Handwerkskammer Potsdam, Robert Wüst.

Mit einem Blick hinter die Kulissen einer 1919 gegründeten Backstube wurde das volle Jahrhundert gefeiert. Nach alter Rezeptur kneteten und formten die Ehrengäste dabei auch das „Opa-Herrmann-Brot“. Fischer ist stolz auf das Erreichte und den Werdegang seines Familienbetriebs. „Backen erfordert Kreativität und komplexes Denken“, sagt er. Juniorchef und Konditormeister Samuel Fischer ist wiederum stolz auf das, was seine Eltern erreicht haben und was er nun gemeinsam mit seiner Schwester fortführen will. Beide Meister schwärmen von „berauschend schönen Backergebnissen“ - die Kunden danken es ihren Herzensbäckern, bei denen pro Tag allein zirka 130 frische Brote über den Ladentisch gehen, mit Treue und strahlenden Gesichtern, wenn sie den Laden verlassen. Beide Generationen sind froh, dass sie den Trend zur hochwertigen gesunden Ware, weg von industriell gefertigter, auch in ihrem Geschäft spüren.

Die Urkunden, die die Traditionsbäckerei über die Jahre bei regelmäßigen Brotprüfungen für  die geprüfte Qualität einsammelten, finden längst nicht mehr alle Platz an den Wänden. Darüber hinaus investierte der Bäckereibetrieb immer wieder in die technologische Modernisierung seiner Ausstattung. Wo Opa Herrmann noch schwere Säcke schleppen musste, misst heute ein Getreidesilo genau, wieviel für´s Backen gebraucht wird und füllt dies automatisch in die überdimensionalen „Rührschüsseln“ ein. Vollautomatisiertes Kneten, Gärkammern, Gärunterbrecher, Etagen- und sogenannte moderne Stikkenöffen sorgen zudem für Effizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit in der Backstube. Die Zutaten kommen größtenteils aus der Region. „Die Bäckerei Fischer steht stellvertretend für viele kleine und mittelständische Betriebe auf dem Land. Sie sind ein wichtiges verbindendes Element, dass das Leben hier lebenswert macht. Sie unterstützen aktiv die Region. Sie bilden aus, sie unterstützen Vereine. Sie engagieren sich ehrenamtlich. Dafür herzlichen Dank,“ gratuliert deshalb Kammerpräsident Robert Wüst auch mit voller Freude.

 

Ines Weitermann
Pressesprecherin und Teamleiterin Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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