Ausbildungsprämie

Bundesprogramm zur Sicherung der Ausbildungsplätze verabschiedet

500 Millionen Euro für die duale Ausbildung

Kleine und mittlere Unternehmen sollen in der Corona-Krise unterstützt werden, dass die Ausbildungsplätze gesichert bleiben. Hierzu sind vier Förderprogramme geplant.



1.     Ausbildungsprämie bei gleichem Ausbildungsniveau

Kleine und mittlere Unternehmen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind und die ihr Ausbildungsniveau (Anzahl der Ausbildungsverträge) in diesem Jahr im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden im Jahr 2020 geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 2.000 Euro. Besonders betroffen sind Unternehmen dann, wenn das Unternehmen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen. Diese Prämie wird nach Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

2.     Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus

3.000 Euro gibt es für alle Handwerker, die von den Corona-Krise besonders betroffen sind und die ihr Ausbildungsniveau (Anzahl der Ausbildungsverträge) in diesem Jahr im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen. Sie erhalten für jeden im Jahr 2020 geschlossenen Ausbildungsvertrag, der über dem früheren Ausbildungsniveau liegt, diese einmalige Prämie. Besonders betroffen sind Unternehmen dann, wenn das Unternehmen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember2019 zum Vergleich heranzuziehen. Diese Prämie wird nach Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

3.     Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung

Hiermit soll Kurzarbeit bei Auszubildenden verhindert werden. Handwerkbetriebe, welche ihre Ausbildungsaktivitäten während der Corona-Krise fortsetzen und deren Ausbilder nicht in Kurzarbeit sind, erhalten eine Förderung in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist. Die Förderung ist ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie bis zum 31. Dezember 2020 befristet.

4.     Übernahmeprämien

Handwerksbetriebe, welche Auszubildende übernehmen, deren ehemalige Ausbildungsbetriebe pandemiebedingt in Insolvenz geraten sind, erhalten eine einmalige Übernahmeprämie von 3.000 Euro. Voraussetzung hierfür ist, dass der ehemalige Ausbildungsbetrieb bis zum 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten war und über den bis zum 31. Dezember 2020 ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die Förderung ist ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie bis zum 30. Juni 2021 befristet.

Aktuell liegen noch keine Förderrichtlinien vor. Sobald diese veröffentlicht sind, informiert die Handwerkskammer Potsdam ihre Ausbildungsbetriebe.

Wenn Sie Fragen rund um das Thema Ausbildung haben, wenden Sie sich bitte an die Ausbildungsberater.



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