Fachtag Berufsorientierung
HWK Potsdam/Schreiber

Auf der Suche nach Auszubildenden - wie mache ich es richtig

Erfolgreiche Beispiele im Handwerk als Anregung, das eigene Personalmarketing zu überdenken

Wie gewinne ich junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk? Welche Instrumente versprechen bei der Ansprache der Jugendlichen Erfolg? Wo kann ich ansetzen, um jungen Menschen mit Mehrwertangeboten die Entscheidung leichter zu machen? Diese und ein Vielzahl anderer Fragen diskutierten rund 100 Handwerker und Bildungsexperten im Rahmen der 8. Fachtagung für Berufsorientierung im Zentrum für Gewerbeförderung in Götz. Gemeinsam initiiert mit dem Wirtschaftsministerium stieß das Thema auf großes Interesse. Der richtige Weg bei der Suche nach Fachkräften und damit auch Auszubildenden treibt viele Betriebe im Handwerk um. Ob „Praxislernen“, Praktika im Betrieb, ein Smartphone als Motivationsschub, ein Auslandspraktikum als Auszeichnung: Es gibt viele Werkzeuge, die erfolgreiche Ausbildungsbetriebe zur Besetzung ihrer Lehrstellen nutzen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass diese genauso vielfältig wie die Wege sind, die die Betriebe gehen. Ob die Beteiligung an Ausbildungsmessen, die Ausrichtung von Thementagen in Grundschulen oder Kindergärten, branchenspezifische Wettbewerbe, die Nutzung der Ausbildungsbörse der Handwerkskammer Potsdam oder aktive Netzwerkarbeit: Die Handwerksbetriebe teilten lebendig ihre Erfahrungen mit den Zuhörern. Sie vermittelten so manchen Denkanstoß und zeigten Methoden auf, das eigene Personalmarketing zu überdenken. In einem waren sich alle – ob Betriebe oder Bildungsträger – einig: Wer sich nicht bewegt und aktiv am Markt unterwegs ist, wird den Kürzeren ziehen und im Wettbewerb um die besten Köpfe auf der Strecke bleiben. Junge Leute für eine Perspektive im Handwerk zu begeistern braucht Mut, Ideen und Einfallsreichtum. Es braucht aber auch den Willen, neue Wege zu beschreiten und sich als Betrieb beim Nachwuchs zu bewerben. Die Diskussion dazu wird anhalten und ist ein Prozess. Diesen begleiten die Experten aller Handwerkskammern, um künftig möglichst alle verfügbaren Ausbildungsstellen auch zu besetzen.  

Auch Wirtschaftsminister Albrecht Gerber, der der Fachtagung beiwohnte, betonte, dass ein Studium beileibe nicht der einzige Weg in eine gute berufliche Laufbahn sei. „Wer eine Ausbildung macht, dem stehen alle Türen offen. Gut ausgebildete Fachkräfte werden händeringend gesucht – im Handwerk ebenso wie in der Industrie oder auf dem Dienstleistungssektor. Man müsse den jungen Leuten gemeinsam deutlicher zeigen, welche vielfältigen Perspektiven ihnen eine duale Ausbildung biete. „Viele Jugendliche wissen gar nicht, dass sie in Brandenburg die Wahl zwischen mehr als 130 Ausbildungsberufen im Handwerk haben“, sagte Gerber. Es sei wichtig, „dass junge Leute überhaupt erst einmal erfahren, wie vielfältig die Möglichkeiten einer Ausbildung im Handwerk sind“. 

Sie wollen ausbilden, die Ausbildungsbörse der Handwerkskammer Potsdam oder die Angebote der Passgenauen Besetzung nutzen?

 

Rita Müller
Teamleiterin Fachkräftesicherung

Tel. +49 (0)33207 34-336
Fax +49 (0)33207 34-333
rita.mueller--at--hwkpotsdam.de

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