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Geschäftsklima im Handwerk deutlich gesunkenHerbstkonjunktur 2026

Die wirtschaftliche Lage im westbrandenburgischen Handwerk hat sich weiter verschlechtert. Sinkende Auftragseingänge, steigende Kosten und zurückhaltende Investitionspläne belasten die Betriebe. Im Rahmen eines Pressegespräches am 9. Oktober 2026 stellte die Handwerkskammer Potsdam die Ergebnisse ihrer aktuellen Herbstkonjunkturumfrage vor.

Die Herbstkonjunkturumfrage der Handwerkskammer Potsdam zeigt eine deutliche Eintrübung der wirtschaftlichen Lage. Der Geschäftsklimaindex sank binnen eines Jahres von 110 auf 98 Punkte. Nur noch 79 Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend (Vorjahr: 86 Prozent).

Weniger Aufträge, steigende Kosten

Die durchschnittliche Betriebsauslastung ging von 89 auf 85 Prozent zurück. Gleichzeitig verkürzten sich die Auftragsvorläufe von 10,4 auf 9,6 Wochen. 32 Prozent der Betriebe berichten von gesunkenen Auftragseingängen (Vorjahr: 20 Prozent).

Auch die Umsatzentwicklung hat sich verschlechtert: 32 Prozent melden Rückgänge (Vorjahr: 19 Prozent). Zugleich berichten 68 Prozent von gestiegenen Einkaufspreisen (Vorjahr: 49 Prozent). Für das vierte Quartal rechnen sogar 84 Prozent mit weiteren Preissteigerungen.

Betriebe halten sich mit Investitionen zurück

Während die Beschäftigung bislang weitgehend stabil bleibt, nimmt die Investitionsbereitschaft ab. Für das vierte Quartal planen nur sieben Prozent der Betriebe höhere Investitionen, 45 Prozent rechnen dagegen mit sinkenden Investitionen.

Auch die Geschäftserwartungen fallen skeptisch aus: 30 Prozent der Betriebe erwarten eine Verschlechterung ihrer Lage (Vorjahr: 22 Prozent).

Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam, sieht dringenden Handlungsbedarf: „Die Zahlen sind ein deutlicher Weckruf. Wenn Aufträge zurückgehen, Kosten weiter steigen und fast jeder zweite Betrieb seine Investitionen zurückfahren will, braucht es jetzt spürbare Veränderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Unsere Betriebe brauchen weniger Bürokratie, eine Begrenzung der Belastung durch Energie- und Lohnnebenkosten und vor allem Planungssicherheit.“

Ausführliche Informationen: Konjunkturbericht Herbst 2026

 

Ansprechpartnerin

Ines Weitermann

Pressesprecherin

Tel. +49 331 3703-120

Mobil +49 170 7026226

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