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„Handwerk regional“ in Teltow-FlämingHandwerk ist ein fester Anker für die Region

Wie steht das Handwerk in Teltow-Fläming wirtschaftlich da, und was braucht es vor Ort? Welche Herausforderungen prägen den betrieblichen Alltag der Betriebe im Landkreis Teltow-Fläming? Dazu kamen am 16. September Handwerkskammerpräsident Robert Wüst, Hauptgeschäftsführer Ralph Bührig gemeinsam mit der Landrätin für Teltow-Fläming Kornelia Wehlan und Kreishandwerksmeister Sven Thielicke mit Handwerkerinnen und Handwerkern ins Gespräch.



Preissteigerungen sind enorm

In der Reihe „Handwerk regional“ sprachen sie mit Bäckermeister Paul Konrad, Betriebsleiter der KONRAD Bäckerei & Café GmbH in Niedergörsdorf, OT Altes Lager, über steigende Rohstoffkosten und andere Herausforderungen im Bäckerhandwerk. Angefangen von den Lohnkosten bis zu den rasant steigenden Spritpreisen. Schließlich werden vom Standort in Niedergörsdorf jeden Tag 16 Filialen in der Region beliefert. Allein im Juli stiegen die Kraftstoffkosten für den Betrieb um 3000 Euro. „Das sind 43.000 Schrippen, die ich mehr verkaufen müsste“, rechnet Paul Konrad vor und veranschaulicht so auch der Verwaltungschefin den enormen Druck der Branche. Dabei engagiert sich der junge Handwerksmeister enorm – auch bei den Handwerksjunioren Westbrandenburg. Zudem wird in dem Betrieb ausgebildet und Geflüchtete arbeiten hier.



Wachstumsregion im Süden Berlins

Teltow-Fläming gilt als Wachstumsregion und ist mit über 2.800 Handwerksbetrieben, starker Industrie in Luft- und Raumfahrt und Automobil sowie niedriger Arbeitslosigkeit einer der wirtschaftlich dynamischsten Landkreise Ostdeutschlands. Gleichwohl, darüber informierte auch Landrätin Kornelia Wehlan sei gerade die Daseinsvorsorge in der jüngsten Zeit immer schwieriger geworden. Das beginnt mit fehlenden Fachkräften und hört bei maroder Infrastruktur und fehlender Digitalisierung noch nicht auf. Im Gespräch werden die Gründe dafür verständlicher, auch für den Bäckermeister.



Handwerkerparkausweis ist wichtig

Ein starkes familiäres Band sichert die Nachfolge im Ludwigsfelder Heizungsbaubetrieb Klinkhammer. Hier schilderten Geschäftsführerin Inken Klinkhammer und ihr Sohn, Heizungsbaumeister Max Klinkhammer ihre Erfahrungen bei der Entwicklung der Klinkhammer Wärme & Wasser erleben GmbH zu einem modernen Installationsbetrieb. Im Gespräch plädierte Kammerpräsident Robert Wüst gemeinsam mit dem Klinkhammers und dem Kreishandwerksmeister für eine pragmatische Lösung beim Handwerkerparkausweis für die Region. Wehlan will das Thema mit den Kommunalvertretern besprechen. Der Betrieb ist modern aufgestellt, bildet derzeit zwei Azubis aus und beschäftigt einen Geflüchteten. „Unsere Arbeit macht uns immer wieder Freude“, beschreiben sie ihren Antrieb auch junge Menschen weiter für das Handwerk zu begeistern. Erst im Frühjahr ist der Betrieb an den neuen Standort im Ludwigsfelder Gewerbegebiet gezogen. Hier soll künftig auch in eine Ausbildungswerkstatt investiert werden. Die Vorbereitungen laufen.

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