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Handwerksbetriebe sollten nicht antwortenGefälschte ProPotsdam-Mails im Umlauf

Der Handwerkskammer Potsdam wurde eine betrügerische E-Mail gemeldet, die im Namen der ProPotsdam GmbH beziehungsweise der GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH an Handwerksbetriebe verschickt wird. Nach Angaben des betroffenen Betriebs hat ProPotsdam bestätigt, dass die Nachricht nicht von ihr stammt.

Rechnungen und Kontaktdaten werden abgefragt

Die E-Mail trägt den Betreff „offene Rechnungen – ProPotsdam GmbH vertreten durch GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH“. Wegen einer angeblichen „systemseitigen Abweichung“ sollen Empfänger mitteilen, ob noch Rechnungen offen sind, Rechnungskopien übersenden und Namen sowie E-Mail-Adressen ihrer Ansprechpartner nennen.

Die Nachricht enthält keine unmittelbare Zahlungsaufforderung und keinen Link. Vermutlich sollen zunächst Informationen über tatsächliche Geschäftsbeziehungen, Rechnungen und zuständige Personen gesammelt werden. Solche Angaben können für spätere Betrugsversuche genutzt werden, beispielsweise für gefälschte Rechnungen oder Mitteilungen über angeblich geänderte Bankverbindungen. Auffällig sind der allgemeine Ton, der durch die angebliche Urlaubssituation erzeugte Zeitdruck und insbesondere eine Absenderadresse, die nicht zur ProPotsdam gehört.

Nicht antworten und keine Daten übermitteln

Handwerksbetriebe sollten auf entsprechende Nachrichten nicht antworten und weder Rechnungen noch Namen oder Kontaktdaten übermitteln. Bei Zweifeln sollte die Anfrage ausschließlich über bereits bekannte Kontaktdaten des Absenders überprüft werden. Anhänge sollten nicht geöffnet und Links nicht angeklickt werden, falls ähnliche Nachrichten solche enthalten.

Wer bereits geantwortet oder Daten übermittelt hat, sollte umgehend seine Bank und ProPotsdam informieren, eingehende Rechnungen und Änderungen von Bankverbindungen besonders sorgfältig prüfen und Anzeige bei der Polizei erstatten, beispielsweise über die Onlinewache Brandenburg. Wurden personenbezogene Daten übermittelt, sollte zudem geprüft werden, ob eine Meldepflicht nach Art. 33 DS-GVO besteht.

Betriebe sollten auch ihre Buchhaltung und Beschäftigten auf die gefälschten Nachrichten hinweisen.

 

Ansprechpartner

Uwe Frank

Abteilungsleiter Recht

Tel. +49 331 3703-110

uwe.frank--at--hwkpotsdam.de

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