HWK Potsdam/Weitermann

GEDATEC 2026Brandenburgs Handwerk wirbt für engere Zusammenarbeit der Gewerke

Die Energiewende im Gebäudebereich stellt Dachdecker-, Elektro- und SHK-Betriebe vor gemeinsame Herausforderungen. Bei der Premiere der neuen Fachmesse GEDATEC in Berlin rückten Brandenburgs Handwerksvertreter die Zusammenarbeit zwischen den Gewerken und den Fachkräftemangel in den Mittelpunkt.

Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und intelligente Gebäudetechnik verändern die Anforderungen an das Handwerk. Immer häufiger greifen die Leistungen unterschiedlicher Fachbetriebe ineinander. Damit Bau- und Sanierungsprojekte reibungslos umgesetzt werden können, braucht es eine frühzeitige Abstimmung zwischen den Gewerken. Gleichzeitig erschweren knappe Fachkräfte und die zunehmende Spezialisierung der Betriebe die Umsetzung komplexer Aufträge.

Wie eng die Zukunft der drei Gewerke miteinander verbunden ist, zeigte sich bei der Eröffnung der ersten GEDATEC am 12. Oktober 2026 im Berliner Marshall-Haus. Brandenburgs Handwerk war dort mit seinen Spitzenvertretern präsent, darunter Robert Wüst, Präsident des Handwerkskammertages Land Brandenburg und Hauptgeschäftsführer Ralph Bührig. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die wachsenden Anforderungen an die Betriebe und die Frage, wie sich gemeinsame Bau- und Sanierungsprojekte künftig besser organisieren lassen.

Für das Dachdeckerhandwerk machten Landesinnungsmeister Karsten Kirchhoff und sein Stellvertreter Mario Bayer deutlich, wie wichtig die frühzeitige Einbindung der Elektro- und SHK-Betriebe ist. Gerade bei Photovoltaikanlagen und energetischen Sanierungen müssen die einzelnen Arbeitsschritte ineinandergreifen, damit aus den Leistungen mehrerer Fachbetriebe eine funktionierende Gesamtlösung wird. Auch das Elektrohandwerk ist zunehmend auf solche Kooperationen angewiesen. Denn mit der technischen Spezialisierung wächst der Bedarf an verlässlichen Partnern, wie Landesinnungsmeister Jens Gurk erläuterte. Für Norbert Band, Landesinnungsmeister des Fachverbands SHK Land Brandenburg, kam eine weitere Herausforderung hinzu: Angesichts des Fachkräftemangels müssen die vorhandenen Kapazitäten möglichst effizient eingesetzt werden. Den Austausch darüber suchte er auch in Fachgesprächen mit Vertretern der brandenburgischen Innungen und Kreishandwerkerschaften.

ZDH-Präsident Jörg Dittrich warb in seiner Eröffnungsrede für mehr wirtschaftliche Zuversicht und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Mit Blick auf die Herausforderungen der Betriebe betonte er: „Kooperation ist das Gebot der Stunde.“

Die GEDATEC brachte vom 13. bis 15. Oktober mehr als 330 Aussteller aus dem Dachdecker-, Elektro- und SHK-Handwerk auf dem Berliner Messegelände zusammen. Neben neuen Technologien standen der fachliche Austausch und die Nachwuchsgewinnung im Mittelpunkt.

Auch die Handwerkskammer Potsdam war mit einem eigenen Angebot auf der GEDATEC vertreten. Sie präsentierte ihr Kompetenzzentrum für Energiespeicherung und Energiemanagement (KomZet) sowie die Fortbildungsangebote auf dem Bildungs- und Innovationscampus Handwerk (BIH) in Götz.

 

Ansprechpartner

Ines Weitermann

Pressesprecherin

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