80 Jahre Handwerkskammer Potsdam32. Gartenfest im Zeichen des Jubiläums
Rund 450 Gäste aus Handwerk, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien folgten der Einladung der Handwerkskammer Potsdam zum 32. Gartenfest nach Caputh. Die Netzwerkveranstaltung stand in diesem Jahr im Zeichen des 80-jährigen Bestehens der Handwerkskammer Potsdam und bot zugleich Raum für den Austausch über die aktuellen Herausforderungen des Handwerks.
1946 gegründet, steht die Handwerkskammer Potsdam heute für Selbstverwaltung, Interessenvertretung, berufliche Bildung, Meisterqualifikation und konkrete Unterstützung der Handwerksbetriebe in Westbrandenburg.
Präsident Robert Wüst verband das Jubiläum mit einem klaren wirtschaftspolitischen Appell:
„80 Jahre Handwerkskammer Potsdam stehen für acht Jahrzehnte wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Wandel. Brandenburg braucht auch heute sein Handwerk: für Neubau und Sanierung, für die Umsetzung der Energie- und Wärmewende, für funktionierende Infrastruktur sowie für Versorgung und Dienstleistungen im Alltag. Damit das Handwerk stark bleibt, braucht es jetzt entschlossene Reformen und Rahmenbedingungen, die wirtschaftliche Dynamik wieder ermöglichen.“
Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, richtete den Blick auf die Entwicklung der Kammer und ihre Aufgaben in den kommenden Jahren:
„80 Jahre Handwerkskammer Potsdam sind Verpflichtung und Auftrag zugleich. Unsere Kammer ist nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden, hat in der DDR-Zeit trotz staatlicher Reglementierungen handwerkliche Strukturen bewahrt und sich nach der Wiedervereinigung zu einer modernen Selbstverwaltungseinrichtung entwickelt. Unsere Aufgabe ist es, die Betriebe auch bei den künftigen Herausforderungen zu unterstützen, die berufliche Bildung zu stärken und die Handwerksinteressen gegenüber Politik und Verwaltung wirkungsvoll zu vertreten.“
Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke würdigte in seinem Grußwort das Handwerk als verlässliches Rückgrat der brandenburgischen Wirtschaft und betonte die Partnerschaft der Landesregierung mit den Betrieben. Auch mehrere Mitglieder der neu gewählten Landesregierung nutzten den Abend zum direkten Austausch mit der Handwerksfamilie.
Mit den „Erlebniswelten Handwerk“ wurde das westbrandenburgische Handwerk praktisch erlebbar. Innungen und Betriebe präsentierten Kulinarisches, Innovatives und Traditionelles und zeigten, wie vielfältig, leistungsfähig und modern das Handwerk in der Region ist.