Handwerk und EuropaMetallbauer aus Westbrandenburg zu Gast in Málaga
Der Wert internationaler Begegnungen zeigt sich nicht nur in neuen Arbeitsweisen oder Ausbildungsideen. Er liegt vor allem in den persönlichen Kontakten, die dabei entstehen.
Gerade im Handwerk wird schnell spürbar, was über Ländergrenzen hinweg verbindet: die Freude am eigenen Gewerk, der Anspruch an gute Arbeit und die Bereitschaft, Wissen weiterzugeben. So wird die Idee einer europäischen Handwerksfamilie ganz praktisch gelebt – durch Begegnungen, gegenseitiges Lernen und Partnerschaften, die wachsen können.
Genau diese Erfahrung machten Ende Juni sechs Meisterinnen, Meister und Ausbilder aus westbrandenburgischen Metallbaubetrieben bei einer Erasmus+-Fachreise der Handwerkskammer Potsdam nach Málaga.
Bei den Besuchen der Berufsschule IES La Rosaleda sowie der Metallbaubetriebe Alyda, ST Control, Hermanos Sicilia und Forja Artística Javier Gordo ging es direkt in die berufliche Praxis: Wie sehen die Ausbildungswege in Spanien aus? Welche Fertigungstechniken kommen zum Einsatz? Wie sind die betrieblichen Abläufe organisiert und welche bürokratischen Anforderungen müssen die Unternehmen erfüllen?
Die Unterschiede zum dualen Ausbildungssystem in Deutschland sind deutlich. In den Werkstätten zeigte sich aber ebenso schnell, was Metallbauer in beiden Ländern verbindet: Präzision, handwerkliches Können und der Anspruch, hochwertige Arbeit abzuliefern.
Besonders greifbar wurde das bei Forja Artística Javier Gordo. Der Betrieb ist auf Kunstmetallbau, Treppen und Gerüste spezialisiert. Metallbaumeister Björn Dähne griff dort selbst zu Hammer und Amboss und kam mit den spanischen Kollegen unmittelbar über Techniken und Erfahrungen ins Gespräch.
Genau solche Momente machen den Wert des Austauschs aus. Wer gemeinsam arbeitet, Fragen stellt und Erfahrungen teilt, entdeckt nicht nur Unterschiede, sondern vor allem Gemeinsamkeiten. Persönliche Begegnungen schaffen Vertrauen, bauen Vorbehalte ab und können der Anfang langfristiger Kontakte und Partnerschaften sein. So wird europäische Zusammenarbeit im Handwerk konkret und im Alltag erlebbar.
Die nächste Erasmus+-Unternehmerreise der Handwerkskammer Potsdam ist bereits für Oktober 2026 geplant. Dann steht das Kfz-Handwerk im Mittelpunkt.