HWK Potsdam / Ines Weitermann

Wenn aus Träumen Wirklichkeit wird

Josef Marx aus Wittenberge ist Azubi des Monats Oktober

Schon als kleiner Junge entdeckte Josef Marx sein Faible für alles, was zwei oder vier Räder hat und motorisiert ist. Die Regale in seinem Kinderzimmer waren mit allen vorstellbaren Modellautos gut gefüllt, erzählt er. Mit 16 machte er den Moped-Führerschein und erfüllte sich den Traum des ersten eigenen Feuerstuhls. Wie das Leben so spielt, geht an solch einem Teil immer mal wieder etwas kaputt, sodass nicht nur guter Rat teuer war. Die Ersatzteile zahlten zum Glück die Eltern, doch was die Reparatur anging, musste sich der gebürtige Parchimer selbst etwas einfallen lassen, so die damit verknüpfte Bedingung. Und damit wurden aus anfänglicher Herausforderung ein leidenschaftliches Hobby und der Wunsch, auch später „irgendetwas mit Autos zu machen“. Mit 22 ist das „Später“ Wirklichkeit – Josef hat sich nicht nur seinen Kindheitstraum erfüllt: Er ist auch der „Azubi des Monats Oktober“ der Handwerkskammer Potsdam. Der junge KfZ-Mechatroniker-Azubi im dritten Ausbildungsjahr wurde am 24. Oktober durch den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, Ralph Bührig, in seinem Ausbildungsbetrieb, der Autohaus Schur GmbH in Wittenberge, ausgezeichnet. Die Überraschung stand dem jungen Mann wahrlich ins Gesicht geschrieben, der damit verbundene Medienrummel war ihm alles andere als geheuer. Und dabei blieb es nicht. Denn auch Mathias Hein, Obermeister der KfZ-Innung Prignitz, gratulierte dem jungen Mann von Herzen und freute sich, dass „dies auch für unsere Innung ein besonderer Tag ist. Denn er ist der erste Azubi des Monats überhaupt für uns KfZler“.
Josef begann nach einem Minipraktikum im Jahr 2015 seine Ausbildung in dem Wittenberger Mehrmarkenautohaus als KfZ-Mechatroniker, zog gleichzeitig aus seiner 60 Kilometer entfernten Heimat nach Wittenberge und wurde heimisch. Für seinen Ausbilder Ralph von Wietersheim, bereits seit 17 Jahren im Unternehmen tätig, ist der junge Mann „der Beste, den wir je hatten“. Sein Interesse an neuer Technik, seine Leistungen in der Praxis seien einfach überragend. Für die Theorie gelte es nun noch, „sein nicht so tolles“ Schriftbild hinzubekommen, sodass auch einem bestmöglichen theoretischen Abschluss Anfang 2019 nichts mehr im Wege stehe und er seine Zukunft im Autohaus finden könne. Perspektivisch denkt Josef dabei auch über eine Meisterausbildung nach. Das Autohaus würde damit eine Fachkraft „wie aus dem Bilderbuch“ gewinnen. Josef würde gerne bleiben, er ist angekommen.

20171024 AdM Josef Marx Wittenberge
HWK Potsdam / Ines Weitermann