Handwerkerbonus stärken statt streichen
Der Handwerkskammertag Land Brandenburg warnt vor einer Abschaffung des Handwerkerbonus. Die Steuerregelung nach § 35a Abs. 3 EStG steht im Rahmen der Beratungen zum Bundeshaushalt 2027 als mögliche Einsparmaßnahme zur Diskussion.
Robert Wüst, Präsident des Handwerkskammertages Land Brandenburg, sagte:
„Eine Abschaffung des Handwerkerbonus wäre ein Fehler mit spürbaren Folgen für Brandenburg. Der Bonus sorgt seit Jahren dafür, dass handwerkliche Leistungen offiziell beauftragt, sauber abgerechnet und legal versteuert werden. Davon profitieren Betriebe, private Haushalte und der Staat gleichermaßen. Gerade in unseren ländlich geprägten Regionen ist das Reparatur‑ und Modernisierungsgeschäft ein wichtiger Teil der Nachfrage. Fällt die Entlastung weg, drohen weniger Aufträge, mehr Druck auf die Betriebe und neue Anreize für Schwarzarbeit. Der Handwerkerbonus ist kein verzichtbares Extra, sondern ein wirksames Instrument für legale Arbeit, regionale Wertschöpfung und bezahlbare Leistungen. Statt über eine Streichung zu sprechen, brauchen wir eine einfache, digitale und praxistaugliche Weiterentwicklung, die Fehlanreize vermeidet und Aufträge im legalen Wirtschaftskreislauf hält, Betrieben Planungssicherheit gibt und Haushalte entlastet.“
Der Handwerkskammertag Land Brandenburg fordert die brandenburgischen Bundestagsabgeordneten und die Landesregierung auf, sich in den Haushaltsverhandlungen des Bundes klar für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Handwerkerbonus einzusetzen. Haushaltskonsolidierung darf nicht zulasten regionaler Betriebe und privater Haushalte gehen.