Arbeitstreffen und ErfahrungsaustauschGemeinsam gegen Schwarzarbeit
Am 28. Mai 2026 fand im Märkischen Gildehaus der Handwerkskammer Potsdam der gemeinsame Erfahrungsaustausch zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung statt. Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa hatte zu diesem Treffen eingeladen, bei dem sich die zentralen Akteure aus Verwaltung, Kontrolle und Selbstverwaltung über aktuelle Entwicklungen und Praxiserfahrungen austauschten.
Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Ralph Bührig begrüßte die Teilnehmenden und unterstrich die besondere Bedeutung einer konsequenten Schwarzarbeitsbekämpfung für das Handwerk. Er machte deutlich, dass faire Wettbewerbsbedingungen, verlässliche Rahmenbedingungen und wirksame Kontrollen entscheidend dafür sind, ehrliche Betriebe zu schützen und die Qualität handwerklicher Leistungen zu sichern. Schwarzarbeit schade nicht nur der Wirtschaft, sondern auch Beschäftigten, Sozialkassen und der Glaubwürdigkeit des Rechtsstaats.
Im Verlauf des Tages folgten Fachbeiträge sowie erste Rückmeldungen zum landesweiten „Aktionstag 2026“.
Grundlage dieser jährlichen Aktionstage ist eine Absichtserklärung, die das Land Brandenburg und die Generalzolldirektion bereits 2023 geschlossen haben. Seitdem finden die gemeinsamen Aktionstage auch mit Steuerfahndern und Gesundheitsämtern statt: 2024 standen Baustellen im Mittelpunkt, 2025 wurden verschiedene Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe überprüft und beim jüngsten Aktionstag am 20. Mai 2026 kontrollierten 170 Einsatzkräfte insbesondere Betriebe des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes. Die gemischten Kontrollteams untersuchten landesweit insgesamt 26 Betriebsstätten mit mehr als 299 Beschäftigten. In 27 Fällen wurden Strafverfahren, in 66 Fällen Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. In einem Fleischereibetrieb gab es einen Verstoß gegen die Handwerksordnung.
Abteilungsleiter Recht
Tel. +49 331 3703-110