HWK Potsdam/Kuste

Handwerk und EuropaEuropass für Auslandserfahrungen im Handwerk

50 junge Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer Potsdam haben im Rahmen von Erasmus+ berufliche Lernaufenthalte im Ausland absolviert. Im Brandenburg-Saal der Staatskanzlei des Landes Brandenburg wurden sie am 24. März 2026 von der Handwerkskammer Potsdam mit dem Europass Mobilität ausgezeichnet. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Absolventinnen und Absolventen, sondern auch die Ausbildungsbetriebe, die diese Aufenthalte ermöglicht haben.

Ob Baustelle, Backstube oder Werkhalle: Die Teilnehmenden arbeiteten in Betrieben im Ausland, lernten neue Techniken kennen und erlebten, wie Handwerk in anderen Ländern organisiert ist. Für viele war es der erste längere Aufenthalt außerhalb des gewohnten Umfelds – verbunden mit neuen fachlichen Eindrücken, anderen Kulturen, einer fremden Sprache im Arbeitsalltag und der Erfahrung, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden und Verantwortung zu übernehmen.

Diese Lernaufenthalte stärken nicht nur den eigenen Berufsweg. Sie bringen auch neue Impulse in die Ausbildungsbetriebe zurück und zeigen, wie wichtig internationale Erfahrungen für eine moderne berufliche Bildung sind. Davon profitieren die Teilnehmenden ebenso wie die Betriebe.

Dörte Thie, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Potsdam, machte in ihrer Begrüßung deutlich: „Wer im Ausland arbeitet, nimmt mehr mit zurück als Erinnerungen. Solche Erfahrungen stärken die berufliche Bildung, bringen neue Impulse in die Betriebe und zeigen, wie vielfältig, anpassungsfähig und leistungsfähig das Handwerk heute aufgestellt ist.“ Zugleich schlug sie den Bogen zu einer langen Tradition im Handwerk. Erasmus+ sei für das Handwerk eine moderne Form der Walz: weggehen, dazulernen, zurückkommen und das Erlernte in den eigenen Betrieb einbringen.

Gregor Beyer, Leiter der Europaabteilung im Wirtschaftsministerium betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des europäischen Austauschs weit über den einzelnen Aufenthalt hinaus: „Brandenburg lebt von Offenheit, Zusammenarbeit und dem Blick über die eigenen Grenzen hinaus. Gerade in Zeiten wie diesen ist ein geeintes Europa wichtiger denn je. Austauschprogramme wie Erasmus+ leisteten dazu einen wichtigen und ganz konkreten Beitrag.“

Zur Veranstaltung gehörten zudem nicht nur die jungen Absolventinnen und Absolventen. Auch Ausbilderinnen und Ausbilder wurden gewürdigt, die im Rahmen eines Austauschs in Spanien internationale Erfahrungen gesammelt und sich mit Berufskollegen vor Ort ausgetauscht haben. Diese Einblicke in andere Ausbildungswege und betriebliche Abläufe kommen wiederum den Ausbildungsbetrieben im Kammerbezirk zugute.

Und so standen deshalb nicht nur die jungen Handwerkerinnen und Handwerker im Mittelpunkt, sondern neben den Ausbildern auch die dazugehörigen Ausbildungsbetriebe, die diese Aufenthalte ermöglicht haben. Denn solche Auslandsaufenthalte entstehen im Betriebsalltag nicht nebenbei. Sie brauchen Unternehmer, die mitziehen und ihren Auszubildenden diesen Schritt zutrauen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist die Organisation mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Die Handwerkskammer Potsdam unterstützt deshalb die Ausbildungsbetriebe bei Beratung, Vorbereitung und Organisation solcher Aufenthalte.



 

Ansprechpartnerin

Jeanette Kuplin

Mobilitätsberaterin

Tel. +49 33207 34-223

Fax +49 33207 34333

jeanette.kuplin--at--hwkpotsdam.de

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