HWK Potsdam/Weitermann

28. Potsdamer GesellentagBleibt das Handwerk der Fels in der Brandung?

Fachkräftemangel, Digitalisierung, Nachwuchs- und Nachfolgeprobleme sowie Bürokratieabbau standen am 20. März 2026 im Mittelpunkt des 28. Potsdamer Gesellentages in Caputh. Ralf Eckhoff, Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer Potsdam, betonte bereits in seiner Begrüßung, dass das Handwerk bei allen Herausforderungen nur dann erfolgreich sein kann, wenn es mit einer Stimme spricht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen gemeinsam Verantwortung dafür, die Bedingungen für das Handwerk mitzugestalten. Gerade deshalb seien Veranstaltungen wie der Gesellentag wichtig, um Raum für den Austausch unter den Sozialpartner im Handwerk zu bieten. Auch Kammerpräsident Robert Wüst hob die Bedeutung eines Schulterschlusses hervor. Im Handwerk wisse man um den Wert qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gute Arbeitsbedingungen, die Sicherung von Fachkräften und die Zukunft der Betriebe seien nicht getrennt voneinander zu denken. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass sich Probleme im Handwerk nur zusammen lösen lassen. Mit diesem Anspruch wolle das Handwerk auch der neuen Landesregierung entgegentreten und in einem „Aktionsprogramm Handwerk“ vereinbaren, welche Maßnahmen für Betriebe und Beschäftigte künftig notwendig sind.

Dieser Themen prägten auch die Diskussion. Ralf Eckhoff und Robert Wüst diskutierten mit Sebastian Rüter, Mitglied des Landtages Brandenburg für die SPD, Nele Techen vom DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, den Kreishandwerksmeistern Sven Thielecke aus Teltow-Fläming, Björn Loock aus Ostprignitz-Ruppin und Michael Ziesecke aus dem Havelland sowie Carsten Schöning, Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium, darüber, was das Handwerk an Unterstützung braucht. Einigkeit herrschte darüber, dass Betriebe nur dann bestehen können, wenn auch die Arbeitsbedingungen für ihre Beschäftigten stimmen.

Sichtbar wurde an diesem Vormittag, wie eng Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen im Handwerk miteinander verbunden sind. Gerade in Brandenburg, wo die Betriebe kleinteilig strukturiert sind und im Durchschnitt nur 4,1 Beschäftigte haben, kommt es besonders auf ein gutes Miteinander an. Gute Arbeitsbedingungen, wirtschaftlich tragfähige Betriebe und gegenseitiger Respekt sind hier keine Gegensätze, sondern Voraussetzungen dafür, dass das Handwerk seine Aufgaben auch künftig erfüllen kann.



 

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