200 Jahre Metallbau Axel Werder
HWK Potsdam/Wolf

200 Jahre "Schmiede Siebert"

Betrieb in Oranienburg noch zu Napoleons Zeiten gegründet

An Industrie, Automobile oder auch nur die Eisenbahn war noch nicht zu denken, als der Urururgroßvater von Axel Werder seinen Handwerksbetrieb gründete. Auf der großen Weltbühne dankte gerade Napoleon ab, als am 1. Oktober in Sachsenhausen die „Schmiede Siebert“ an den Start ging. Die Aufträge blieben nicht aus – und so feiert der Metallbaubetrieb Axel Werder heute sein 200. Jubiläum, mit vielen Gästen und einer eigenen kleinen Ausstellung am historischen Betriebssitz. „Damals einen Betrieb zu gründen, das hieß, Tag und Nacht für sein Handwerk da zu sein“, so Karosserie- und Fahrzeugbauermeister Werder. Das habe er schon in Kindheitstagen verinnerlicht.

Auch Anhänger haben der Firma stets Glück gebracht: Zu DDR-Zeiten fertigte der Betrieb Imbissanhänger für Baustellen, auch als „Tischlein deck dich“ bekannt. Nach der Wende dann sicherte ein Großauftrag für LKW-Anhänger das Überleben des Betriebs, der in sechster Generation noch immer in Familienhand geführt wird. Heute fertigt Axel Werder Zäune und Treppen und erledigt Stahlbauarbeiten für seine Kunden.

Der mittelständische Metallbaubetrieb stehe beispielhaft für das Handwerk auf dem Land, so Präsident Robert Wüst in seinem Grußwort. „Ihr Betrieb hat vieles durchgemacht. Zu DDR Zeiten mangelte es an Material, nach der Wende an Aufträgen und heute steht das Handwerk vor einer schwierigen Personalsituation. Alle Hürden hat der Betrieb gemeistert und ich hoffe, das bleibt noch lange so. 200 Jahre, das ist schon etwas ganz Besonderes!“
 
Metallbau Axel Werder Empfang
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