Presseinformation Nr.: 61 vom 14. August 2019

Farbe bekennen: Brandenburgisches Handwerk fühlt Spitzenkandidaten zur Landtagswahl auf den Zahn

Potsdam/Cottbus/Frankfurt/Oder. Welche Rolle spielt das Handwerk in Brandenburg in den kommenden Jahren? Wer überzeugt mit seinem Konzept zur Fachkräftesicherung, zu Bildungsfragen, bei Bürokratieabbau oder Infrastrukturentwicklung und Energiewende? Diese und andere Fragen beantworteten die Spitzenkandidaten zur Landtagswahl dem brandenburgischen Handwerk heute in Caputh. Dabei wurde deutlich, dass die Wahlen und deren Ausgang von vielen Seiten mit Spannung, aber auch mit Sorge, erwartet werden. Sorge, dass extreme Strömungen die Entwicklung des Landes schwächen.

 Umso deutlicher positionieren sich die drei brandenburgischen Handwerks-kammern, den Zusammenhalt im Land Brandenburg weiter zu sichern und für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen des Landes zu sorgen. In diesem Zusammenhang forderten sie auch eine klare Stellungnahme der Kandidaten hinsichtlich ihrer Sicht zur These des Präsidenten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint Gropp, Investitionen künftig nur noch in Städten zu tätigen.

 Der Präsident des Handwerkskammertages des Landes Brandenburg, Robert Wüst, betonte dabei, dass es unabdingbar sei, in einem von ländlichen Strukturen geprägten Land Brandenburg gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, mit einer Gleichberechtigung zu Speckgürtellagen oder Großstädten. Dies sei insbesondere für die vom Strukturwandel betroffenen Regionen von besonderer Bedeutung.

 „Ob Uckermark, Prignitz oder Lausitz – die meisten unserer Handwerksbetriebe sind in ländlichen Regionen beheimatet. Und gerade die kleinen und mittleren Unternehmen sind es doch, die regional verankert zu sozialer und wirtschaftlicher Stabilität beitragen, nicht nur was Arbeits- und Ausbildungsplätze angeht. Dies in Frage zu stellen, in dem man dazu rät, künftig nur noch in Ballungszentren zu investieren, gefährdet den sozialen Frieden dabei nicht nur im Land Brandenburg.“

 

Ines Weitermann
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