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Jetzt günstige Förderkonditionen nutzen

Investitionszuschuss für Photovoltaik-Batteriepeicher von bis zu 55 Prozent möglich

Neuere Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen), die keine hohe EEG-Vergütung erhalten, sind umso wirtschaftlicher je mehr des selbst erzeugten Stroms auch selbst verbraucht wird. PV-Strom hat Gestehungskosten von etwa 12 ct/kWh, zugekaufter Strom aus dem Netz kostet etwa 30 ct/kWh. Das heißt, jede kWh der PV-Anlage, die selbst genutzt wird, spart ca. 18 ct.

Handwerksbetriebe nutzen häufig den Vorteil, dass die eigenen Lastspitzen auch mit der Hauptproduktionszeit der PV-Anlage zusammenfallen. Dadurch können bereits Eigenverbrauchsanteile von bis zu 80 % erzielt werden. Überschussstrom muss jedoch nach wie vor zu den EEG-Bedingungen (ggf. sogar mit Verlust) verkauft werden.

Ein stationärer Batteriespeicher rechnet sich deshalb in vielen Fällen. Dieser nimmt Strom auf, der nicht sofort selbst verbraucht werden kann und gibt diesen bei Bedarf (z. B. bei Dunkelheit) wieder ab. Das steigert die Wirtschaftlichkeit der Anlage und kann die öffentlichen Stromnetze entlasten. Daher wird die Investition in einen Speicher auch staatlich  gefördert. Bis zu 55% der Investitionskosten können als Zuschuss beantragt werden.

So funktioniert es:

Die KfW gewährt einen zinsgünstigen Kredit (ab 1,05 Prozent eff.) mit einem Tilgungszuschuss von 16 Prozent (bis Ende 2017) für stationäre Batteriespeichersysteme in Kombination mit einer PV-Anlage mit einer Spitzenleistung von maximal 30 kWp. Ergänzend unterstützt  das Land Brandenburg im Rahmen des Programms RENplus 2014-2020 kleine Unternehmen mit bis zu 39% der Investitionskosten des Batteriespeichers. Antragsteller dürfen und sollen beide Programme nutzen und erhalten damit einen Investitionszuschuss von bis zu 55 Prozent.

Zum Thema Wirtschaftlichkeit von PV-Batteriespeichersystemen sagt der Projektleiter des Kompetenzzentrums für Energiespeicherung und Energiesystemmanagement der Handwerkskammer Potsdam, Dr.-Ing. René Hönig: "Batteriespeichersysteme sind eine sinnvolle Möglichkeit, den Eigenverbrauchsanteil und Autarkiegrad einer bestehenden PV-Anlage signifikant zu erhöhen und sich so energetisch unabhängiger zu machen. Ob das Gesamtsystem (ohne finanzielle Förderung) dann im Vergleich zum konventionellen Bezug des Stroms aus dem Netz wirtschaftlich arbeitet, hängt von vielen Rahmenbedingungen ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Mit den genannten Förderinstrumenten lohnt es sich jedoch auch finanziell, die Energiewende selbst mitzugestalten."

Das "Kompetenzzentrum für Energiespeicherung und Energiesystemmanagement" der Handwerkskammer Potsdam dient als Konsultationspunkt rund um das Thema Energiespeicherung und intelligente dezentrale Energiesystemlösungen. Es bietet zukünftig interessierten Handwerksbetrieben entsprechende Bildungsleistungen sowie kompetente Erstberatungen an.

 

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Beauftragten für Innovation und Technologie der Handwerkskammer Potsdam und das Kompetenzzentrum für Energiespeicherung und Energiesystemmanagement gern zur Verfügung.

Jan-Hendrik Aust
Teamleiter Technik und Innovation

Tel. +49 33207 34-209
Fax +49 33207 34-333
jan-hendrik.aust--at--hwkpotsdam.de

Dr.-Ing. René Hönig
Teamleiter
"Kompetenzzentrum für Energiespeicherung und Energiesystemmanagement"

Tel. +49 33207 34-208
Fax +49 33207 34-333
rene.hoenig--at--hwkpotsdam.de

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