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HWK Potsdam/Weitermann

Land investiert in neues Zentrum für Digitalisierung

Handwerk nutzt Chancen und Möglichkeiten

Brandenburgische Handwerksbetriebe bekommen eine Anlauf- und Beratungsstelle, um die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung besser nutzen zu können. Dafür baut die Technische Hochschule Brandenburg (THB) ein neues Zentrum für die Digitalisierung im Handwerk auf. Wirtschaftsminister Albrecht Gerber überreichte jetzt in Potsdam im Beisein des Abteilungsleiters Betriebsberatung/ Wirtschaftsförderung der Handwerkskammer Potsdam, Dr. Michael Burg, den Zuwendungsbescheid in Höhe von zwei Millionen Euro an Professor Jochen Scheeg, Prodekan des Fachbereichs Wirtschaft der THB.

„Gerade Handwerksbetrieben fällt die Modernisierung der Betriebsabläufe oft schwer. Die Auftragsbücher sind voll, die Mitarbeiter auf Wochen und Monate ausgelastet. Und neue Fachkräfte zur Verstärkung zu finden, fällt schwer. Da bleibt kaum Zeit, um mal durchzuatmen und über grundsätzliche Dinge nachzudenken. Die große Frage lautet also: Wie kommen kleinere und mittlere Betriebe zu neuen digitalen Produkten, Leistungen und Geschäftsmodellen?“, erklärt Minister Gerber.

„Das Handwerk bekennt sich zu Digitalisierung seiner Prozesse, Produkte und Dienstleistungen, wissend, dass sie wichtige Basis für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe darstellt. Es gibt inzwischen eine Reihe von Vorzeigebeispielen im Handwerk, die den `Zahn der Zeit` erkannt haben und die Möglichkeiten in vielfältiger Weise bereits nutzen. Mit Hilfe des neuen Zentrums für Digitalisierung besteht die Chance, das Tempo zu forcieren und mögliche Lösungen schneller und großflächiger in die Betriebe zu tragen und sie bei den Prozessen zu begleiten,“ lobt Dr. Michael Burg das Engagement, Landesmittel für das Handwerk bereit zu stellen.   

Durch eine praxisnahe und branchenindividuelle Aufbereitung konkreter Anwendungsfälle in Form von sogenannten Demonstratoren können Unternehmen Lösungen erproben und die nächsten Digitalisierungsschritte planen. Darüber hinaus wird in Innovationsworkshops erarbeitet, wie sich Unternehmen neue Geschäftsfelder im Kontext der Digitalisierung erschließen können.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit den brandenburgischen Handwerkskammern, Verbänden und der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg (WFBB) umgesetzt. Die Laufzeit ist zunächst bis Ende Februar 2021 vorgesehen.

 

Dr. Maria Baumann-Wilke
Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT)

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