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Verbesserte Überbrückungshilfe II des Bundes und des Landes

Die Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Solo-Selbstständige wurde verlängert und vereinfacht. Die neue Überbrückungshilfe II, die seit 21. Oktober beantragt werden kann, knüpft mit der zweiten Phase für den Förderzeitraum September bis Dezember 2020 an die Überbrückungshilfe I für den Förderzeitraum Juni bis August 2020 an. Wie schon die erste Überbrückungshilfe des Bundes ist auch die Überbrückungshilfe II ein nicht-rückzahlbarer Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten und ein richtiges Instrument zur Unterstützung der Betriebe.

Begrüßenswerte Änderung ist u.a. die Flexibilisierung bei der Antragstellung und die Streichung der KMU-Deckelungsbeträge sowie die Erhöhung der Fördersätze um durchweg 10 Prozent.

So können Handwerksbetriebe (auch Solo-Selbstständige im Haupterwerb) bis zu 90 Prozent ihrer förderfähigen Fixkosten gefördert bekommen, wenn ihr Umsatz um mehr als 70 Prozent eingebrochen ist. Bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent können 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet werden. Bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30, aber weniger als 50 Prozent, beträgt der förderfähige Fixkostensatz bei 40 Prozent. Die Personalkostenpauschale wurde von 10 Prozent der förderfähigen Kosten in der Überbrückungshilfe I auf jetzt 20 Prozent erhöht.

Die Höhe der Überbrückungshilfe II richtet sich nach den betrieblichen Fixkosten. Die Unternehmen können für die vier Monate (September bis Dezember) bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten. Die bisherige Deckelung der Hilfen für kleine und mittelständische Unternehmen wurde gestrichen. Zu den förderfähigen Fixkosten zählen unter anderem die Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für betriebliche Darlehen, Ausgaben für die Betriebsräume, Versicherung, Telefonkosten u.ä..

Angesichts steigender Infektionszahlen fördert die Überbrückungshilfe II für den Zeitraum September bis Dezember 2020 künftig auch Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in die Außenbereiche, wo die Ansteckungsrisiken geringer sind. Förderfähig sind hierfür z.B. die Anschaffung von Außenzelten oder Wärmestrahlern.

Beantragt wird Überbrückungshilfe II wie schon zuvor über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Diese prüfen die geltend gemachten Umsatzeinbrüche und die fixen Kosten und beantragen die Überbrückungshilfe für die Unternehmen. Ausführliche Informationen bieten die FAQ des Bundes. Handwerksbetriebe können sich aber auch jederzeit gerne an ihre Handwerkskammer wenden.

Ansprechpartner:

Dagmar Grüner
Abteilung Betriebsberatung/Wirtschaftsförderung

Tel. +49 331 3703-300
Fax +49 331 3703-8300
dagmar.gruener--at--hwkpotsdam.de