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Corona-Regeln: Was für Friseure und Kosmetiker gilt

Friseursalons und Kosmetikstudios dürfen auch in Brandenburg wieder öffnen. Welche Vorgaben gelten, haben wir nachfolgend zusammengestellt.

Seit dem 7. März 2021 gilt in Brandenburg die 7. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung. Danach ist die Erbringung von körpernahen Dienstleistungen, insbesondere die Ausübung des Friseur- und Kosmetikhandwerks, unter Auflagen wieder zulässig. Die Einzelheiten der zu beachtenden Maßnahmen regelt § 9 der Eindämmungsverordnung. Danach müssen Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber auf Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts besondere organisatorische Maßnahmen sicherstellen. Dazu gehören:

  • die Einhaltung des Abstandsgebots zwischen allen Personen außerhalb der Dienstleistungserbringung,
  • die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts aller Personen,
  • das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske durch alle Personen,
  • das Erfassen von Personendaten der Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger (gem. § 1 Absatz 3 Eindämmungsverordnung) zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung
  • in geschlossenen Räumen einen regelmäßigen Austausch der Raumluft durch Frischluft, insbesondere durch Stoßlüftung über Fenster oder durch den Betrieb raumlufttechnischer Anlagen mit hohem Außenluftanteil; bei einem aus technischen oder technologischen Gründen nicht vermeidbaren Umluftbetrieb raumlufttechnischer Anlagen sollen diese über eine geeignete Filtration zur Abscheidung luftgetragener Viren verfügen.

Unter den vorgenannten Voraussetzungen sind also alle Behandlungen, die mit Tragen einer medizinischen Maske durchgeführt werden können, wie beispielsweise Frisieren, Färben von Augenbrauen und Wimpern sowie kosmetischen Fußpflegen, wieder möglich.

Lässt die Eigenart der Behandlung das Tragen einer medizinischen Maske nicht zu, wie bei der Ausführung einer Rasur oder einer kosmetischen Gesichtsbehandlung, entfällt die Tragepflicht. In diesen Fällen haben KundInnen jedoch ein tagesaktuelles Testergebnis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus vorzulegen. Die Vorlagepflicht gilt nicht im Gesundheitsbereich bei der Erbringung medizinischer, therapeutischer oder pflegerischer Leistungen.

Die Eindämmungsverordnung macht keine Vorgaben in welcher Form ein ggf. notwendiges „tagesaktuelles Testergebnis vorzulegen“ ist. Jedenfalls wird als ausreichend angesehen, wenn KundInnen den entsprechenden Testnachweis einer Arztpraxis oder eines Testzentrums vorlegen kann. Sollten KundInnen keinen entsprechenden Nachweis vorlegen können, kann das Angebot eines Selbsttestes außerhalb der Betriebsstätte gegen Zahlung einer angemessene Servicegebühr unterbreitet werden. In einer Eigenerklärung sollte von KundInnen nach dem Test bestätigt werden, dass der Test nach Anleitung des Herstellers durchgeführt wurde und ein negatives Ergebnis erbracht hat. Sollten KundInnen das Angebot eines Selbsttestes ablehnen, kann die körpernahe Dienstleistung nicht erbracht werden. 

In jedem Fall ist bei der Durchführung körpernaher Dienstleistungen zu beachten, dass die Personendaten der KundInnen, wie Vor- und Familienname sowie Datum und Zeitraum der Anwesenheit, zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung zu erfassen sind. Der Kontaktnachweis darf ausschließlich zum Zwecke der Auskunftserteilung gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt nach infektionsschutzrechtlichen Vorschriften genutzt werden. Der Kontaktnachweis ist für die Dauer von vier Wochen unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften aufzubewahren oder zu speichern und auf Verlangen an das zuständige Gesundheitsamt herauszugeben. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist ist der Kontaktnachweis zu vernichten oder zu löschen.





Ansprechpartnerin

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Außenwirtschaftsberaterin

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