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Corona-Krise -Informationen für Handwerksbetriebe

Die Handwerkskammer Potsdam unterstützt ihre Unternehmen in der aktuellen Corona-Krise und steht allen Mitgliedunternehmen mit einem umfassenden Beratungsangebot zur Seite. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Informationen zusammengestellt.



1. Aktuelles

Die Bundesregierung informiert  im Internet tagesaktuell über neue Regeln, Maßnahmen, Verordnungen und hat relevante Informationen zu verschiedenen Themenkomplexen zusammengefasst.

In Brandenburg hat die Landesregierung am 12. Juni 2020 die neue „SARS-CoV-2-Umgangsverordnung“ beschlossen. Die Verordnung wurde am 26. Juni 2020 geändert. Bis auf wenige konkrete Einschränkungen ist vieles wieder erlaubt. Insbesondere für alle Handwerksbetriebe ist die Geschäftstätigkeit wieder gestattet. Die neue Umgangsverordnung gilt vorerst bis einschließlich 16. August 2020.

Das Land Brandenburg hat ein Corona-Infoportal eingerichtet, das alle landesweit relevanten Ansprechpartner und Themen bündelt.

Ansprechpartner

Dr. Michael Burg
Abteilungsleiter Betriebsberatung/Wirtschaftsförderung

Tel. +49 331 3703 170
Fax +49 331 3703 8170
michael.burg--at--hwkpotsdam.de



2. Liquiditätssicherung

Angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind für Handwerksbetriebe liquiditätssichernde Maßnahmen von großer Bedeutung.

Für einen schnellen Überblick über die von der Bundesregierung und den Ländern ausgegebenen Hilfen hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mit einer „Matrix zur Liquiditätssicherung“ eine Kurzzusammenfassung für Hilfen zur Liquiditätssicherung in der Corona-Krise erstellt, die im Internet heruntergeladen werden kann.

Im Rahmen des Programms „Soforthilfe Corona Brandenburg“ konnten brandenburgische Unternehmen bis zum 31. Mai 2020 Zuschüsse zum finanziellen Ausgleich für Liquiditätsengpässe beantragen. Das Programm ist mittlerweile ausgelaufen.  Bund und Länder haben ein Nachfolgeprogramm mit Überbrückungshilfen für besonders betroffene Betriebe vereinbart, über das wir hier gesondert informieren.



3. Kurzarbeit

Aufgrund der aktuellen Situation können auch Handwerksbetriebe die aktuell angepassten Kurzarbeiterregelungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) nutzen. Im Rahmen der Erleichterungen ist ausreichend, wenn  10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes vom Arbeitsausfall betroffen sind (bisher ein Drittel). Zudem werden die Sozialbeiträge von der BA voll erstattet.

Die BA informiert hier umfassend zum Inhalt und dem Verfahren bei Kurzarbeit. Die Vereinfachungen gelten befristet zunächst bis zum 31. Dezember 2020.



4. Zivilrechtliche Folgen

Aufgrund der Corona-Krise kann es bei Handwerksbetrieben oder ihren Lieferanten sowohl zu vorübergehenden Betriebsschließungen als auch zu Materialengpässen kommen.  In diesen Fällen ist zu erwarten, dass vertragliche Leistungen nicht wie vereinbart erbracht werden können.

Über Ansprüche von Handwerksbetriebe gegenüber ihren Lieferanten und den Pflichten von Handwerker gegenüber ihren Kunden hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)  das Merkblatt „Zivilrechtliche Folgen von Leistungsausfällen auf Verträge mit Kunden und Lieferanten“ veröffentlicht.

5. Arbeitsrecht

Zu den arbeitsrechtlichen Folgen der Corona-Krise hat die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hier einen Leitfaden veröffentlicht. Der Leitfaden informiert insbesondere zu den möglichen Auswirkungen auf die Arbeitsleitungen und die bestehenden Mitteilungspflichten.  Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) informiert über relevante Themen aus dem Arbeitsrecht in der aktuellen Situation.

Fragen zum Arbeitsschutz, zum betrieblichen Infektionsschutzstandard sowie zu Entschädigungsansprüchen für Eltern, die wegen notwendiger Kinderbetreuung Einkommensverluste haben, beantwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hier.

6. Insolvenz

Mit dem „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ wurde die  strafbewehrte dreiwöchige Insolvenzantragspflicht vorübergehend bis zum 30. September 2020 ausgesetzt.

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht gilt nur für Fälle, in denen die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung auf den Folgen der COVID-19-Pandemie beruht. Zudem soll erforderlich sein, dass Aussichten auf eine Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bestehen. Antragspflichtige Unternehmen sollen damit die Gelegenheit erhalten, ein Insolvenzverfahren durch Inanspruchnahme staatlicher Hilfen, gegebenenfalls aber auch im Zuge von Sanierungs- oder Finanzierungsvereinbarungen, abzuwenden.

Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Potsdam können sich bei weitergehenden Fragen jederzeit auch an die Betriebsberaterinnen und Betriebsberater der Handwerkskammer Potsdam wenden.