Rede zur Vollversammlung am 5. Dezember 2011, Präsident Bernd Ebert
Sehr geehrte Gäste,
werte Vollversammlungsmitglieder,
Herr Ehrenpräsident Windeck,
meine Damen und Herren,
im Gegensatz zu manchen Politikern, die nicht immer gern an den Inhalt ihrer früheren Reden erinnert werden, möchte ich heute an einige Punkte aus früheren Vollversammlungen erinnern.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
Diese Vollversammlung, die am 27. Februar 2007 gewählt wurde, tagt heute zum letzten Mal. Und damit ist es der richtige Zeitpunkt, um auf 5 Jahre Arbeit dieses Gremiums zurückzuschauen.
Außerdem gibt es Themen, die uns seit 2007 beschäftigen, die nach wie vor hoch aktuell sind und die das Handwerk auch in naher Zukunft beschäftigen werden.
Werte Vollversammlungsmitglieder,
seit der Wahl vor knapp fünf Jahren wurden von Ihnen die Weichen für die Entwicklung der Handwerkskammer Potsdam gestellt. Wir haben in 10 Vollversammlungen, 74 Vorlagen beraten und 67 Beschlüsse gefasst.
Das heißt jährlich wurden Haushaltspläne beschlossen, Handwerkskammerbeiträge und Gebührenordnungen diskutiert sowie Millionen-Investitionen auf den Weg gebracht. Wir haben damit Handwerkspolitik gemacht, ob das dem Einzelnen so bewusst war oder nicht. Die meisten Beschlüsse jedoch, konkret waren es 30, betrafen die Themen Berufsbildung und Fortbildung. Schon daran merkt man, wo ein Schwerpunkt unserer ehrenamtlichen Arbeit gelegen hat.
Wir haben eine Selbstverwaltung im Handwerk und die nehmen wir wahr, auch wenn das nicht immer einfach ist, denn wir leben nicht in einer eigenen heilen Welt. Handwerk ist ein Teil der Gesellschaft, Handwerk ist ein Bestandteil der Wirtschaft dieses Landes.
Gesetze, die uns und unsere Betriebe betreffen, werden in Berlin oder Potsdam gemacht, manchmal sogar in Brüssel. Und was da beschlossen wurde – oder auch nicht! – ist durchaus nicht immer in unserem Sinne gewesen.
Ich zitiere aus meiner Rede auf der Vollversammlung vom 9. Juni 2008:
"Das seit Jahren vom Handwerk angemahnte und immer wieder verschobene Forderungssicherungsgesetz wurde erneut im Bundestag beraten und an nächste Ausschüsse verwiesen. Da diese Verschiebung von Ausschuss zu Ausschuss schon seit mehreren Jahren stattfindet, könnte man eigentlich verzweifeln, aber wichtig ist, dass das Handwerk an dieser Forderung dranbleibt. Denn nichts ist wichtiger, als dass man für gute Arbeit auch sein Geld erhält." Zitat Ende.
In den Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene werden die handwerklichen Interessen maßgeblich durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) vertreten.
Seit 2009 haben wir nun endlich ein Forderungssicherungsgesetz sowie bereits seit 2008 ein Bauforderungssicherungsgesetz. Doch ein 2. Gesetz über die Sicherung von Bauforderungen ist in der Diskussion. Das Thema ist ein Dauerbrenner!
Das Problem ist für mich: Handwerker werden trotz Gesetz nach wie vor immer wieder um ihr Geld geprellt und müssen ihre unbezahlten Rechnungen in den Schornstein schreiben. Die mangelhafte Zahlungsmoral hat die Gesellschaft insgesamt nicht in den Griff bekommen! Der ehrliche Handwerker ist der Dumme!
Seit 15 Jahren betreibt die Handwerkskammer Potsdam deshalb eine eigene Inkassostelle. Fast 9000-mal wurde sie bisher von Mitgliedsbetrieben beauftragt, berechtigte Forderungen durchzusetzen. Dabei ging es insgesamt um mehr als 22 Mio. EUR Außenstände.
41 % der Aufträge konnten durch Zahlungen der Schuldner erfolgreich abgeschlossen werden. Das brachte unseren Handwerkern fast 8 Mio. EUR verdientes Geld.
Zur Wahrheit gehört leider auch, dass ca. 30 % der Fälle wegen der Insolvenz oder Pleite der Schuldner erfolglos beendet werden mussten.
Wie sich an diesem Beispiel zeigt, macht es keinen Unterschied, welche Regierungskoalition das Sagen hat, Nicht-Bezahlen bleibt genauso aktuell wie Schwarzarbeit, um ein weiteres leidiges Thema zu nennen.
Meine Damen und Herren,
seit Herbst 2009 haben wir eine schwarz-gelbe Regierung in Berlin und eine rot-rote Koalition im Land Brandenburg. Die Hoffnungen einerseits und die Befürchtungen andererseits waren gleich groß.
Jetzt, nach reichlich 2 Jahren Amtszeit, kann man sagen – beides war berechtigt!
Die Bundeswirtschaftsminister wurden so schnell gewechselt, dass man sich kaum noch an den ersten erinnern kann. Rainer Brüderle, FDP, war gerade einmal 1½ Jahre im Amt. War er nicht im Vorfeld als handwerksfreundlich eingestuft worden?
Ich zitiere aus meiner Rede vom 7. Dezember 2009:
"Aufgrund der neu gebildeten Regierungskoalition zwischen CDU und FDP auf Bundesebene stehen die Handwerkskammern – so war es der Wille der FDP – wieder im Fokus des Geschehens. Man geht bei geplanten Steuervorhaben davon aus, dass zum Beispiel die Meistervorbereitungslehrgänge, wie wir sie seit Jahren in Götz durchführen, auch von Dritten durchgeführt werden können ...
Nun, ich gehe davon aus, dass derartige Vorhaben durch den CDU-Partner in Berlin verhindert werden können. Dazu sind uns schon entsprechende Signale zugegangen." Soweit das Zitat.
In der Praxis wurde nichts verhindert, obwohl der ZDH in Berlin und wir hier in Potsdam beim Finanzministerium mehr als einmal unseren Standpunkt dargelegt haben.
Die Handwerkskammern sollen künftig mit der Körperschaftssteuer belegt werden, wenn es um ihre Bildungsarbeit geht. Ausnahme sind nur die als hoheitlich eingestuften Lehrgänge wie Meisterkurse oder ÜLU-Lehrgänge. Dabei leisten wir Bildungsarbeit für unsere Mitglieder vom Gesellen bis zum Meister, wenn sie beispielsweise Sach- und Fachkunde-Nachweise in unserem Bildungszentrum erwerben.
Die einzige „Gnade“, die das Finanzministerium walten lässt, die „neu gefassten Grundsätze“ werden erst ab dem Veranlagungszeitraum 2011 angewendet.
Übrigens sind auch Kreishandwerkerschaften oder Innungen betroffen, wenn ihr entsprechendes Einkommen den 5000 EUR Freibetrag übersteigt.
Werte Vollversammlungsmitglieder!
Schauen wir auf das ganz große Weltgeschehen. Finanzkrise, Wirtschaftskrise – und neuerdings Eurokrise – diese Großwirtschaftslage beherrschte in den letzten Jahren die Medien und die Politiker gleichermaßen. Das alles ist auch am Handwerk nicht spurlos vorübergegangen. Unsicherheit und Zukunftsangst waren subjektiv zu spüren.
Trotzdem konnte ich im Juni 2009 sagen:
"Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist im Bereich des Handwerks noch nicht angekommen."
An dem kleinen Wörtchen „noch“ wird aber deutlich, wir mussten mit allem rechnen. Keiner konnte damals verlässliche Prognosen abgeben, ob unsere Betriebe mit einem blauen Auge davonkommen würden.
Heute kann ich zum Glück sagen: Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat das Handwerk in unserem Kammerbezirk kaum gespürt. Das belegen die Umfragewerte unserer halbjährlichen Konjunkturumfragen.
Da unsere Betriebe weder exportabhängig sind noch in der Mehrzahl von industriellen Großbetrieben abhängen, gab es zwar zur Hauptkrisenzeit Auftragseinbußen, doch keinen Stillstand und keine Entlassungswelle.
Erstmalig erhielt auch das Handwerk die Möglichkeit der Kurzarbeit und sie wurde genutzt, selbst wenn es für den einzelnen Betrieb eine recht bürokratische Angelegenheit war. Darüber hinaus spielte das Konjunkturprogramm der Bundesregierung in der Krise eine wesentliche Rolle für das Bau- und baunahe Handwerk. Es dauerte zwar, bis das Konjunkturpaket II in Form von konkreten Aufträgen bei unseren Betrieben angekommen war, doch es zeigte letztendlich Wirkung.
Bedauerlich ist nur, dass so manche Kommune ausgerechnet diese Aufträge für Schul- oder Kita-Sanierung nicht an Unternehmen aus der Region vergeben hat, nur weil sie nicht so billig waren wie Mecklenburger oder Sachsen-Anhaltiner Mitwettbewerber.
Inzwischen liegt diese Krise hinter uns, die Auftragsbücher sind voll und die Betriebe schauen vorwiegend optimistisch in die Zukunft. Im Herbst 2011 sprechen 93 Prozent der von uns Befragten von einer guten und befriedigenden Geschäftslage. 6 von 10 Betrieben beurteilen ihre Geschäftslage sogar als „gut bis sehr gut“. Damit wurde erneut ein Spitzenwert erreicht und das gute Vorjahresergebnis nochmals überboten.
Sehr geehrter Mitglieder der Vollversammlung!
Es war sicher ein Erfolg der handwerklichen Lobbyarbeit auf allen Ebenen, dass 2009 der Steuerbonus für Handwerksleistungen für den Bürger auf maximal 1.200 EUR verdoppelt wurde.
Doch die Freude hielt nicht lange an, denn inzwischen steht dieser Steuerbonus auf der potenziellen Streichliste. Man muss schließlich sparen! So die Meinung des Bundesrechnungshofes im Sommer 2011. Wir haben dagegen protestiert.
Also keine Spur von Verlässlichkeit bei politischen Entscheidungen, schon gar nicht, wenn es um Steuern geht. Da wird wie Sie es in der Zeitung lesen können, jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
Worauf man sich in jedem Fall verlassen kann: Mit jeder neuen Regelung wächst die Belastung der Betriebe. Ich erinnere nur an das Bürokratiemonster Künstlersozialabgabe und ELENA, das Datenmonster, das jetzt still zu Grabe getragen wird.
Von Bürokratieabbau reden zwar alle Politiker und Regierungen gern, aber die Praxis sieht anders aus! Oder kennt jemand von Ihnen ein wirkliches Beispiel für Bürokratieabbau, das unsere Betriebe entlastet hätte? Zwar gibt es im Land Brandenburg eine Leitstelle für Bürokratieabbau und bereits seit 2006 ein Brandenburgisches Bürokratieabbaugesetz. Doch ganz ehrlich, haben Sie als Unternehmer oder Arbeitnehmer davon etwas gespürt in den letzten 5 Jahren?
Sicher gibt es kleine Erfolge wie die Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung 2009, wo das Handwerk im Vorfeld ja angehört wurde, um seinen Standpunkt darzulegen. Aber das ist zu wenig und ändert nichts am Grundproblem Bürokratie, das gerade unsere Betriebe belastet.
Meine Damen und Herren,
Lobbyarbeit für den Berufsstand Handwerk leisten ist eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftskammer. Dabei ist es nicht immer einfach, die Interessen der 40.000 Handwerksbetriebe im Land, davon 17.400 allein in unserem Kammerbezirk, unter einen Hut zu bekommen.
Mit jeder neuen Regierung fängt man eigentlich wieder von vorn an, denn neue Minister und neue Abgeordnete müssen uns und unsere konkreten Probleme kennen, wenn sie sich dafür stark machen sollen.
Zum Linken-Wirtschaftsminister Ralf Christoffers gibt es von Anfang an, also seit Herbst 2009, regelmäßige Kontakte. 2008, 2009 und 2010 gab es Treffen mit Parlamentariern des Landtages, entweder im Rahmen des Handwerkskammertages oder auch auf Einladung der Handwerkskammer Potsdam. Ganz zu schweigen von unseren jährlichen Sommerfesten am Schwielowsee, auf denen Minister, Staatssekretäre und Abgeordnete stets zahlreich vertreten sind.
Bei solchen Gelegenheiten wünschte ich mir aber offensivere Handwerker, die den Volksvertretern uneingeschränkt ihre Meinung sagen. Denn von wem sonst sollen sie erfahren, was uns Handwerker wirklich bewegt?
Das jüngste Beispiel, das viele von uns berührt, ist das Brandenburgische Vergabegesetz, das nach vielen Diskussionen 2012 in Kraft treten wird. Mit Erfolg hat das Handwerk sich hier gegen die überbordende Einbeziehung vergabefremder Aspekte eingesetzt. Das war ein zäher Kampf, aber er hat sich gelohnt.
Nicht weniger hartnäckig müssen wir alle sein, wenn es um das "Gesetz zur kommunalen Daseinsvorsorge" geht. Eine feine Umschreibung. Denn im Grunde geht es um nichts anderes als um die wirtschaftliche Betätigung von Kommunen, für die per Gesetz Tür und Tor geöffnet werden soll.
Alle Wirtschaftskammern des Landes Brandenburg haben sich am 5. September 2011 in einer gemeinsamen Erklärung gegen die geplante Gesetzesänderung positioniert. Es darf nicht dazu kommen, dass Stadtwerke in Wirtschaftsbereiche des Handwerks vordringen. Mit Daseinsvorsorge hat es nichts zu tun, wenn städtische Bauhöfe für Privatkunden Wohnungen malern oder Wege pflastern.
Brandenburg ist das einzige Bundesland, das mit dem geplanten Gesetzesvorhaben in bislang unbekanntem Ausmaß Privat- und Kommunalwirtschaft zu Konkurrenten werden lässt. Objektive Zwänge dafür gibt es nicht.
Bei einer gemeinsamen Anhörung des Innen- und des Wirtschaftsausschusses des Landtags wurde jedoch den Argumenten der Wirtschaftskammern wenig Gehör geschenkt. Da kann man wohl nur mit Winston Churchill sagen:
"Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen."
Aber so schnell beugen wir uns nicht!
Morgen, am Nikolaustag, treffen sich die Präsidenten der brandenburgischen IHKs und Handwerkskammern mit den Fraktionsvorsitzenden von SPD und Linke, also mit den Befürwortern des Gesetzentwurfes, um ihnen noch einmal die Position der Wirtschaft klar zu machen. Das Gespräch ist übrigens eine Initiative unserer Kammer.
Ein absoluter Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik im Land ist der Flughafen Berlin Brandenburg International. Er ist das wichtigste Infrastrukturprojekt der gesamten Region Berlin Brandenburg. Von ihm werden direkt und indirekt wirtschaftliche Impulse ausgehen, die nicht hoch genug bewertet werden können. Davon bin ich überzeugt.
Es gab gerade im letzten Jahr unsägliche Diskussionen, nicht zuletzt von führenden Politikern der Opposition gegen den Standort Schönefeld, den ihre Partei übrigens selbst mit beschlossen hat. Im März 2011 haben sich alle IHKs und Handwerkskammern von Berlin und Brandenburg in einer öffentlichen Resolution für den BBI ausgesprochen und die Politik aufgefordert, an den getroffenen Entscheidungen festzuhalten.
Solche gemeinsamen Willensbekundungen der Wirtschaft erzielen auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit als Aktionen einer einzelnen Kammer.
Meine Damen und Herren,
fünf Jahre sind nicht viel, doch in fünf Jahren kann sich viel ändern.
Als diese Vollversammlung 2007 zum 1. Mal tagte, hatten wir in der Handwerkskammer Potsdam insgesamt 6.187 Lehrlinge in allen Gewerken und Lehrjahren. Aktuell sind wir bei weniger als 4.000 Lehrlingen. Die exakte Zahl liegt erst am 31. Dezember vor.
Doch darauf kommt es auch nicht an, der verhängnisvolle Abwärtstrend ist unübersehbar. Die Lehrlingszahlen sind um ein Drittel eingebrochen. Und das in nur 5 Jahren. Hinter diesen Zahlen steckt Dramatik. Dramatik für das Handwerk insgesamt, aber auch für jeden einzelnen Betrieb, der keinen Lehrling gefunden hat. Die Schere zwischen den Angeboten an Ausbildungsplätzen und den potenziellen Bewerbern ist immer größer geworden.
Zwar soll mit nur noch 17.600 Schulabgängern im ganzen Land 2012 die Talsohle erreicht sein, aber die Steigerungen in der Folgezeit werden sehr moderat sein.
Ende November hatten wir noch 397 Lehrstellenangebote für 2011 in der Lehrstellenbörse der Kammer! Dass diese Stellen noch besetzt werden könnten, ist Illusion. Der Lehrstellenmarkt ist leergefegt und die wenigen unversorgten Schulabgänger sind entweder völlig ungeeignet oder haben kein Interesse an einer handwerklichen Ausbildung. Das sind die nüchternen Fakten. Da gibt es nichts zu beschönigen.
Diese Entwicklung hat uns als Handwerkskammer nicht überrascht, wir kannten die zurückgehenden Schülerzahlen und haben viel Geld, Ideen und Personal eingesetzt, um gegenzusteuern.
Klar ist: Lehrlinge können wir uns nicht backen.
Was können wir tun?
Für uns, für das Handwerk werben! Den Schülern rechtzeitig Orientierungshilfe geben, wenn sie auf der Suche nach ihrem Traumberuf sind.
Das Spektrum der Berufsorientierung ist breit. Es reicht von den Schülerwochen im Zentrum für Gewerbeförderung Götz, die wir übrigens schon seit 1998 anbieten, bis hin zum „Praxislernen“ in unseren Götzer Werkstätten.
Dazu gibt es konkrete Kooperationsvereinbarungen mit inzwischen 12 Oberschulen. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 waren es erst 5 Verträge mit Schulen. Wir haben da also unsere Aktionen stark ausgeweitet.
Nicht unerwähnt bleiben darf die aktive Mitarbeit der Handwerkskammer im "Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft." Zahlreiche WAT-Lehrer kennen über das Netzwerk unser Bildungszentrum in Götz und nutzen es.
Zu den Berufsorientierungsangeboten der Handwerkskammer gehört auch das vom Land geförderte Projekt EXAM – auf gut Deutsch "Externes Ausbil-dungsmanagement". Die beiden Mitarbeiter helfen Betrieben bei der Lehrlingssuche und sind ständig auf Ausbildungsmessen unterwegs.
Gleiches kann man von den Kreishandwerkerschaften sagen, die 2011 in ihrem Territorium 125 solcher Messen und Veranstaltungen für Schüler wahrgenommen haben.
Nimmt man Annoncen in Jugend- und Tageszeitungen, Werbemittel, Eigenanteil der Handwerkskammer an Projekten usw. zusammen, dann hat die Kammer allein im Jahr 2010 rund 148.000 Euro für die Berufsorientierung ausgegeben.
Im Vergleich zu 2008 ist das mehr als eine Verdopplung!
Diese Summe ist beachtlich und setzt sich aus vielen Einzelpositionen zusammen, hinter denen die Vielfalt der Berufsorientierungsaktionen steht, die die Kammer für ihre Mitgliedbetriebe leistet.
Wer fragt, was die Kammer für seinen Betrieb tut – das ist eine Antwort!
Allgemein kann man sagen, es gab in den letzten 5 Jahren einen Wandel: Das Thema Berufsorientierung ist in den allgemein bildenden Schulen angekommen! Das bestätigen unsere zahlreichen Kontakte zu den über 150 Schulen unseres Kammerbereiches.
Aber noch immer bleibt es der einzelnen Schule und dem einzelnen Lehrer überlassen wie und wo Berufsorientierung und durchgeführt wird.
Hier wiederhole ich unsere altbekannte Forderung an die Landesregierung: Berufsorientierung muss fester Bestandteil jedes Lehrplans sein und darf nicht auf zeitlich begrenzte Einzelprojekte und regionale Maßnahmen beschränkt bleiben.
Wir brauchen Kontinuität!
Mittelfristig gesehen ist Berufsorientierung auch Zukunftssicherung für das Land Brandenburg.
In so mancher dünn besiedelten Region sind Handwerker weit und breit die einzigen Arbeitgeber. Jeder Betrieb, der ausbildet und anschließend die jungen Leute übernimmt, ist ein Ankerplatz. Wo junge Leute sind ist Zukunft.
Sie kennen die jüngst veröffentlichte Bertelsmann-Studie, die voraussagt Brandenburg wird bis 2030 vergreisen und die Einwohnerzahl wird sinken. Das wird das Handwerk ebenso schmerzhaft zu spüren bekommen wie die Städte und Gemeinden, die ihre Planungen überdenken müssen. Wir tun also alle gemeinsam gut daran, wenn jeder Betrieb, alle Kreishandwerkerschaften, Innungen und natürlich auch die Kammer selbst die Berufsorientierung der Schüler fördern. Denn wenn wir dieses Feld nur den Medien überlassen, dann wollen alle Jugendlichen nur noch „Germanys next Topmodel“ oder Deutschlands Superstar werden.
Liebe Handwerkskollegen,
43.800 Schulabgänger wie wir sie noch 2004 im Land Brandenburg hatten, sind und bleiben Geschichte.
Sie erinnern sich – wir sind 2012 bei 17.000 Schulabgängern angekommen! Deshalb wird die Nachwuchsgewinnung auch in der nächsten Wahlperiode ein Schwerpunkt bleiben.
Das haben pfiffige Betriebe bereits erkannt und werben mit Übernahmegarantien bei erfolgreichem Lehrabschluss oder mit Zusatzausbildungen und Auslandspraktika während der Lehre. Selbst von übertariflicher Bezahlung, gutem Betriebsklima usw. wird heute bereits in der Werbung von Azubis gesprochen. Vor einigen Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.
Die Herausforderung steht. Wir müssen Jugendliche für das Handwerk begeistern und dabei zwei unterschiedliche Gruppen berücksichtigen: Einerseits die Leistungsschwächeren, die beispielsweise über die von der Arbeitsagentur geförderte Einstiegsqualifizierung im Handwerk eine Chance erhalten. Andererseits die Leistungsstarken, denen außerhalb von Studium und Uni die Karrieremöglichkeiten im Handwerk gezeigt werden müssen.
Wir müssen die Attraktivität der dualen Ausbildung im Vergleich zur akademischen Ausbildung steigern.
Duale Studiengänge sind dabei ein Weg, den bisher jedoch nur wenige Gymnasiasten kennen.
Gerade im Hinblick auf die letztgenannte Zielgruppe ist es für uns ein Schlag ins Gesicht, was am 24. Oktober 2011 die Kultusministerkonferenz beschlossen hat. Das Abitur soll höher eingestuft werden als ein Großteil der dualen Bildungsabschlüsse. Die Entscheidung können wir nur als Generalangriff auf die berufliche Bildung werten.
Dieser so genannte "Deutsche Qualifizierungsrahmen", kurz DQR, ist eine absolute Fehlleistung.
Die duale Ausbildung ist die zentrale Basis für die Sicherung des Fachkräftebedarfs der Wirtschaft. Sie zu untergraben ist für uns Handwerker inakzeptabel. Wenn der Großteil der Ausbildungsberufe unterhalb der allgemeinen Hochschulreife eingeordnet wird, droht der dualen Berufsausbildung in Deutschland ein massiver Attraktivitätsverlust.
Meine Damen und Herren,
die Attraktivität des Handwerks für Schulabgänger steht natürlich in engem Zusammenhang mit dem Image des Handwerks in der Bevölkerung insgesamt.
Sie wissen, eine FORSA-Umfrage bescheinigte uns 2008 wenig Schmeichelhaftes.
Daraufhin beschlossen die 53 Handwerkskammern unter Federführung des ZDH eine bundesweite Imagekampagne zu starten.
Zwei der fünf Kampagnenjahre sind gelaufen, was haben sie gebracht?
Eine erneute repräsentative FORSA-Umfrage im Frühjahr 2011 ermittelte die ersten Trends: 57 % der Befragten gaben an, etwas über das Handwerk gehört oder gelesen zu haben. 2008 hatten das nur 36 % gesagt.
Den größten Aufmerksamkeitszuwachs erzielte man bei den 14- bis 18-Jährigen. 40 % von ihnen hatten 2011 etwas vom Handwerk gehört oder gelesen. Das sind fast 30 % mehr als 2008.
Doch hier muss ich gleich Wasser in den Wein gießen, bei Detaileinschätzungen sind die Jugendlichen durch-weg kritischer als die Erwachsenen. So sagen von den 14- bis 18-Jährigen 42 Prozent, die "Arbeitsplätze im Handwerk sind altmodisch" und 54 Prozent bewerten das Handwerk als Arbeitgeber als "wenig oder gar nicht attraktiv".
Hier müssen wir noch dicke Bretter bohren.
Doch insgesamt kann man sagen, die Kampagne hat nachweisbar die öffentliche Wahrnehmung des Handwerks verstärkt und positive Akzente gesetzt. 43 Prozent aller von FORSA Befragten finden den Slogan "Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan." gut oder sehr gut.
Auch die Episoden mit Simon Gosejohann als "linke Hand des Handwerks" kommen bei der Hauptzielgruppe, den Schülern, gut an.
Das belegen die Zugriffszahlen im Internet, speziell bei YouTube.
Das wissen wir aus eigener Erfahrung durch den Einsatz hier in Götz bei den mehr als 1000 Schülern, die unsere Bildungsstätte jährlich besuchen.
Wer es noch nicht wissen sollte, es gibt inzwischen 10 verschiedene Berufe, in denen Simon Gosejohann sich versucht. Vom Bäcker über den Elektroniker bis zum Maler und Lackierer.
Das wichtigste ist jedoch der Berufe-Checker im Internet, auf den mit diesen kurzen Filmen hingelenkt wird. Probieren Sie ihn selbst einmal aus!
Sehr geehrte Vollversammlungsmitglieder,
werte Gäste!
Bewährtes bewahren und trotzdem stets den Blick offen halten für Neues. Das gilt in der Handwerkpolitik genauso wie im technischen Bereich. Wir haben einen Bildungsauftrag für unsere Mitglieder – vom Lehrling bis zum Meister. Dafür haben wir dieses Haus – unser Zentrum für Gewerbeförderung in Götz.
Am 3. September, am bundesweit 1. Tag des Handwerks haben wir hier mit 350 Besuchern das 15-jährige Bestehen dieser Bildungsstätte gefeiert.
Allein in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung wurden seit der Eröffnung im Jahr 1996 mehr als 100.000 Teilnehmer gezählt.
In diesen 15 Jahren ist das Gebäude äußerlich gleich geblieben, doch die Veränderungen im Inneren sind e-norm. Von 2007 bis 2011 hat die Kammer 3,7 Millionen Euro in Götz investiert.
Das reicht von umfangreichen Ersatzinvestitionen in den Werkstätten einschließlich Erneuerung der zentralen Druckluftanlage, über die Sanierung der Haustechnik inklusive Lüftungsanlagen bis hin zur Flachdachsanierung in diesem Jahr.
Investitionsschwerpunkt war zweifelsohne das neu errichtete Praxishaus, das wir vor 3 Jahren eröffnet haben. Viele von Ihnen waren damals selbst mit dabei am 15. November 2008.
Inhaltlich steht die energetische Gebäudesanierung im Mittelpunkt der Beratungen und Schulungen in diesem Haus.
Wir haben hier ein Kleinod, um das uns viele beneiden. Wir sind für die Energiewende gerüstet und können Unternehmen der verschiedensten Gewerke fit machen für neue Aufgaben beim Energiesparen durch Gebäudesanierung.
Was wir jetzt brauchen ist die Politik auf Bundesebene. Sie muss sich nicht nur mit Worten, sondern mit Taten zur energetischen Gebäudesanierung bekennen.
Die parteiübergreifend beschlossene Energiewende kann im Gebäudebereich nur durch einen Mix aus steuerlicher Förderung und der bekannten KfW-Förderung gelingen.
Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat am 22. November getagt. Diese 2. Vermittlungsrunde ist ergebnislos verlaufen. Hauptgrund dafür sind die nach wie vor unterschiedlichen Auffassungen über die Höhe der jeweiligen finanziellen Beteiligung von Bund, Ländern und Kommunen an den prognostizierten Steuermindereinnahmen von 1,5 Milliarden EUR. Jetzt wurde für den 13./14. Dezember eine 3.Verhandlungsrunde anberaumt. Falls man sich dann einigen sollte, könnte rein theoretisch das "Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wohngebäuden" doch noch zum 1. Januar 2012 in Kraft treten.
Neben dem Schwerpunkt energetische Gebäudesanierung gibt es ein weiteres Betätigungsfeld, das auf uns wartet – die Elektromobilität.
Zwischen dem Elektro- und dem Kfz-Verband gibt es zwar auf Bundesebene noch Rangeleien, welches Gewerk denn was darf beim Elektroauto inklusive Ladestation, doch ist das nicht entscheidend für uns als Bildungsstätte. Wir müssen uns inhaltlich und technisch auf Elektro- und Hybridfahrzeuge einstellen und entsprechende Voraussetzungen in den Werkstätten schaffen. Das setzt Investitionen voraus, die nicht unerheblich sein werden.
Wir können es uns aber nicht leisten, diesen Zug an uns vorbeifahren zu lassen. High-Tech und Handwerk gehören zusammen! Künftige Top-Fachleute müssen auch an Top-Technik ausgebildet werden.
Meine Damen und Herren,
die Nachwuchssorgen, das Ansehen des Handwerks, unser Stand in der alternden Gesellschaft, diese Themen werden uns in Zukunft bewegen.
Handwerk hat Tradition, auf die es stolz sein kann. Handwerk hat Jahrhunderte überlebt, doch nur, weil es insgesamt wandlungsfähig war. Diesen Spagat zwischen Tradition und Fortschritt müssen wir immer wieder neu hinbekommen, ganz nach dem Motto:
"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu!"
Diesem Zweck dient die bundesweite Imagekampagne, für die wir als Kammer Potsdam jährlich rund 170.000 Euro ausgeben. 10 Millionen sind es in ganz Deutschland. Das mag auf den ersten Blick viel sein, pro Mitgliedsbetrieb geben wir damit 10 Euro im Jahr aus.
Die Vollversammlung, wir alle, haben diesen Beschluss vor zwei Jahren gefasst.
Es war ein weit reichender Beschluss wie es keinen vergleichbaren gibt! Noch nie fand im Handwerk ein einheitlicher, lang angelegter Werbefeldzug von der Ostsee bis zu den Alpen statt, der auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Dass es leider bei den Handwerksbetrieben noch zu viele gibt, die sich persönlich nicht angesprochen fühlen und bestenfalls distanziert abwarten, steht dabei auf einem anderen Blatt.
Genauso richtig war der Schritt in Richtung eines einheitlichen Erscheinungsbildes der Handwerkskammern in Deutschland.
Die Initiative „handwerkskammer.de – Gemeinsam einen Schritt voraus“, die ihren Ursprung im Süden Deutschlands hat, ist inzwischen auch im Norden und Osten angekommen. Es ist ein Netzwerk aller 53 Handwerkskammern geworden. Seit 2007 ist Potsdam dabei.
Modern, leistungsstark, mitglieder- und kundenfreundlich, dienstleistungsorientiert – diesem Leitbild fühlen sich die beteiligten Handwerkskammern verpflichtet. Um dieses Leitbild auch nach außen hin sichtbar werden zu lassen, hat sich die Initiative zum Ziel gesetzt, den Markenauftritt der Mitglieder zu vereinheitlichen. Die Kammern haben, wenn auch noch in unterschiedlichem Tempo, beispielsweise ihre Internetauftritte vereinheitlicht und geben ihre Publikationen in einheitlichem Stil heraus.
Dazu gehört auch das neue Logo unserer Kammer, das Ihnen inzwischen längst vertraut ist.
Wer das Handwerks-Achteck sieht, weiß auf den 1. Blick – das ist Handwerk.
Und auf den 2. Blick erkennt man dann ohne Mühe, welche Kammer der Absender ist. Das reicht vom Briefbogen über Broschüren bis hin zum kompletten Messestand, so wie wir ihn auf der bautec Anfang 2012 präsentieren werden.
Inhaltlich modernes Handwerk muss auch in der Außenkommunikation modern sein. Wir leben im Medienzeitalter und das hat seine eigenen Gesetze, die wir nicht ignorieren können.
Dass ein Internetauftritt aktuell sein muss, ist für uns selbstverständlich. Monatlich zwischen 7 und 11.000 Webseiten-Besucher können das zu Recht erwarten. Dabei gehören die Lehrstellenbörse und die Betriebsdatenbank zu den häufigsten aufgerufenen Seiten.
Seit Anfang 2010 bietet die Kammer als neuen Info-Service den monatlichen elektronischen Newsletter an. Mehr als 5.000 Empfänger nutzen ihn. Tendenz steigend.
Weitere 3.500 Mitgliedbetriebe lieben es etwas traditioneller und werden monatlich per Fax-Infodienst über Neuerungen informiert.
Ein neues Feld in der elektronischen Medienwelt haben wir mit einem eigenen Auftritt der Handwerkskammer Potsdam bei Facebook seit Herbst 2011 betreten.
Ganz besonders stolz sind wir auf unseren „Lehrstellenradar“. Eine App, die man sich auf das iPhone oder das Smartphone herunterladen kann.
Kostenfrei natürlich, denn es ist die aktuelle Lehrstellenbörse der Handwerkskammer. Potsdam ist die 3. Handwerkskammer bundesweit, die auf diesem Weg versucht an Jugendliche, Lehrer oder Eltern heranzukommen, die auf Lehrstellensuche sind. Das ist kein Kammerselbstzweck, sondern Marketing für unsere 17.400 Betriebe und speziell für unsere Ausbildungsbetriebe.
Meine Damen und Herren,
die Vollversammlung ist das höchste Organ der Handwerkskammer, sie muss vorausschauen und Weichen stellen. Sie darf kein Gremium sein, das Beschlüsse nur im Minutentakt abnickt.
Mehr Meinungsaustausch und Sachdiskussion, nicht nur in den getrennten Vorversammlungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, das sollte für die nächste Wahlperiode angestrebt werden. Das erwartet die Basis von ihren gewählten Vertretern.
Ein Mehr an Demokratie und persönlichem Engagement ist hier wie überall wünschenswert, doch nicht so einfach zu erreichen. Wir Handwerker sind in erster Linie Menschen der Tat und nicht der stundenlangen Diskussionen. Und das ist auch gut so. Was aber nicht ausschließt, dass wir intern unsere vielfältige Handwerksorganisation aller Ebenen kritisch unter die Lupe nehmen und darüber ehrlich sprechen.
Wir haben eine Demokratie und die muss gelebt werden. Grabenkämpfe helfen weder den Einzelorganisationen noch dem Berufsstand insgesamt weiter. Das einzelne Mitglied dürfte dafür ohnehin wenig Verständnis haben.
Vergessen wir nicht: Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaften und Innungen sind allesamt Interessenvertreter.
Dass der Slogan der Wendezeit "Ein Handwerk – eine Stimme!" ein frommer Wunsch geblieben ist, wissen wir aus den 20 Jahren, die seit 1990 vergangen sind.
Die Praxis hat gezeigt, wie schwer es selbst ist, nur drei Handwerkskammern auf eine Linie einzuschwören.
Mit dem Brandenburgischen Handwerkskammertag versuchen wir das zwar immer wieder, doch wenn wir ehrlich sind, müssen wir sagen, dass unser Kammertag in der Öffentlichkeit völlig unbekannt ist und selbst in den Ministerien und Verwaltungen kennen ihn nur wenige. Hier liegt noch viel Potenzial. Ein parlamentarischer Abend, 2 Sitzungen und einige wenige Meinungsäußerungen unter dem Kammertagslogo pro Jahr sind zu wenig.
Selbstkritisch müssen wir sagen: Wir verschenken Möglichkeiten der politischen Interessenvertretung.
Auch wenn wir wissen, dass in der Lausitz das Thema Braunkohleverstromung mehr Gemüter bewegt als in unserer Region, auch wenn das Thema Flugrouten das Berliner Umland mehr bewegt als die Oderregion ...
... das Brandenburgische Handwerk mit seinen 40.000 Betrieben ist eine Wirtschaftsmacht und muss diese Karte ausspielen!
Immer wieder und immer öfter.
Werte Arbeitsgeber,
werte Arbeitnehmer!
Eine Wahlperiode geht zu Ende und ich möchte diesen großen Rahmen nutzen, um "Danke" zu sagen. Danke für 5 Jahre engagierte Arbeit zum Wohle des Handwerks.
Ein großes Dankeschön an alle Mitglieder der Vollversammlung für ihren persönlichen Einsatz im Interesse des Gesamthandwerks.
Nicht weniger herzlich möchte ich mich beim Berufsbildungsausschuss bedanken für seine intensive und konstruktive Sacharbeit.
Gleiches gilt für unseren Rechnungsprüfungsausschuss, der die Finanzen der Kammer stets kritisch im Blick hatte und uns regelmäßig und akribisch ge-nau über Ausgaben und Einnahmen auf dem Laufenden gehalten hat.
Der Vorstand der Handwerkskammer mit meinem Stellvertreter Jürgen Rose an der Spitze hat 5 Jahre für die Mitgliedsbetriebe der Kammer Lobbyarbeit geleistet und die Potsdamer Kammer nach außen hin vertreten.
Wir haben diskutiert, gestritten, Niederlagen eingesteckt, Erfolge verbucht – eben das ganze Spektrum ehrenamtlicher Arbeit erlebt.
Dafür danke ich Ihnen.